Kranzniederlegung zum Holocaust-Gedenktag

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Auschwitz, Theresienstadt, Mauthausen, Dachau oder Treblinka heißen Orte, mit denen das Schicksal verschiedener Zittauer Familien für immer verbunden sein wird. Systematisch wurden jüdische Menschen von den Behörden in Zittau erfasst und kategorisiert, ihre Vernichtung vorbereitet. Bis heute konnte noch nicht bei allen erforscht werden, was ihnen geschah, was ihnen angetan wurde. Nur wenigen gelang die Flucht oder Eltern konnten wenigstens ihre Kinder durch Verschickung retten. Die meisten in Zittau lebenden jüdischen Familien wurden an der Arbeit gehindert, enteignet, in Konzentrationslager deportiert, verhungerten dort oder wurden ermordet. Wir erinnern an sie mit Hilfe von Stolpersteinen und Veranstaltungen. Ihre Geschichte bleibt mit unserer Stadt für immer verbunden.

Heute vor 76 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch Soldaten der Roten Armee befreit. Das Konzentrationslager in dem etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden, steht als weltweites Symbol des Holocaust, des systematisch organisierten nationalsozialistischen Völkermord - seine Befreiung ist Anlass für den Internationalen Holocaustgedenktag. Deshalb hat Oberbürgermeister Zenker heute am Klienberger Platz gemeinsam mit Vertreter/-innen des Zittauer Stadtrats zum Gedenken an die Opfer der Shoa und zur mahnenden Erinnerung an die Verbrechen, die von Menschen in unserem Land und auch unserer Stadt ausgingen, einen Kranz niedergelegt. „Es ist bis heute unfassbar, dass Millionen von Menschen in unserem Land dieses Verbrechen an ihren Nachbarinnen und Nachbarn zuließen, nicht wenige profitierten davon. Deshalb ist es unsere Pflicht wieder und wieder daran zu erinnern, und denjenigen, die verharmlosen, relativieren und leugnen, die die Geschichte und Symbole für ihre Zwecke umdeuten und missbrauchen, entschlossen entgegen zu treten. Wir müssen verhindern, dass so etwas jemals wieder geschieht.“

Das Gedenken war als Versammlung angemeldet. Die derzeit geltenden Hygieneregeln des Abstandsgebotes und der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes waren einzuhalten.

Die Karte zu den Zittauer Stolpersteinen finden Sie hier.

Ersteller: 
Kai Grebasch
Bereich: 
Pressesprecher
27. Jan 2021

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