Gedenken zum Jahrestag des Volksaufstandes vom 17.Juni 1953

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Am 17. Juni 1953 kämpften die Menschen in der DDR mittels Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen für ihre Rechte. Die SED-Führung reagierte darauf mit massiver Gewalt, die vor allem mit Hilfe der sowjetischen Armee ausgeübt wurde. Zum heutigen Gedenken legte Oberbürgermeister Thomas Zenker für die Stadt Zittau auf Einladung des CDU-Gemeindeverbandes, des Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Meyer und des Verbands der Opfer des Stalinismus an der Gedenkstele auf dem Platz des 17. Juni ein Blumengesteck in den Zittauer Farben nieder.

Er erinnerte daran, dass der Tag in seiner Bedeutung vielen Menschen nicht mehr bewusst ist. „Die Ereignisse im Jahr 1953 steht aus heutiger Sicht in einer Reihe mit den Ereignissen in den Jahren 1956 in Ungarn, 1968 in Tschechien und 1980 in Polen sowie 1989 in Peking und Prag. Dass wir heute von einer Friedlichen Revolution 1989 in Ostdeutschland sprechen können, war damals nach diesen Erfahrungen lange nicht klar. Ich bin sehr dankbar, dass uns die engagierten und mutigen Menschen unser heutiges Leben ermöglicht haben und freue mich, dass wir mit dem heutigen Tag auch das 30. Jubiläum des deutsch-polnischen Vertrags der Freundschaft und Zusammenarbeit feiern können. Das zeigt, welche Entwicklung seit 1989 möglich geworden ist und dass selbst historische Wunden hier bei uns mitten in Europa langsam heilen.“ Die Vereinnahmung der verschiedenen Demokratiebewegungen durch Menschen, die heute gegen die notwendigen Einschränkungen vor dem Hintergrund der Pandemie protestierten, zeige, wie wichtig es sei, weiterhin daran zu erinnern, was in all den Jahren jeweils auf dem Spiel stand. „Wir brauchen die Erinnerungen der Zeitzeugen und die kontiuierliche Auseinandersetzung auch mit den regionalen Ausprägungen der historischen Ereignisse.“

Ersteller: 
Kai Grebasch
Bereich: 
Pressesprecher
17. Jun 2021

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