Delegation besucht Nova Gorica

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Landrat Lange und Oberbürgermeister Zenker weilten zum Gedankenaustausch in Sachen Kulturhauptstadt in Slowenien

In Vorbereitung einer Zittauer Kulturhauptstadtbewerbung besuchten Oberbürgermeister Thomas Zenker und Landrat Bernd Lange in Begleitung von Kulturraumsekretär Joachim Mühle die slowenische Stadt Nova Gorica um über eine gemeinsame Bewerbungsstrategie zu beraten. Die slowenische Stadt ist erst ab 1947 direkt an der Grenze zu Italien entstanden, nachdem im Pariser Vertrag die gesamte Region durch eine neue Grenzziehung entlang der Bahnlinie ihres Zentrums – das seitdem den italienischen Teil mit Namen Gorizia bildet - beraubt war. Heute wird eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Stadtteilen gepflegt.

„Es war eine spannende Erfahrung, in einem ganz anderen Land eine ähnliche Situation wie bei uns vorzufinden und wie dort damit umgegangen wird“, berichtet OB Zenker über die Reise. Die Delegation habe nicht nur die Stadt und zahlreiche Kultureinrichtungen besichtigt, sondern auch direkt vor Ort eine Vereinbarung zur dreiseitigen Zusammenarbeit erarbeitet. „Ich freue mich, dass dies auch sofort von den Amtskollegen Matej Arčon (SLO) und Rodolpho Ziberna (IT) erwünscht und vorbereitet wurde. Wir haben auf vielen Ebenen Anknüpfungspunkte für unserer beider Bewerbungsverfahren gefunden, die wir gemeinsam bearbeiten werden.“ So werde auch Nova Gorica eine Bewerbung nur gemeinsam mit der gesamten umliegenden Region anstreben. Erste Schritte sind bereits vereinbart: Zum Neißefilmfestival und zum Theaterfestival J-O-S werden slowenisch/italienische Gäste erwartet; ein Künstleraustausch soll vorbereitet werden. Zudem ist im touristischen Rahmen das Interesse groß, die thematische Verbindung zwischen dem Oder-Neiße-Radweg und dem in Errichtung befindlichen Soca-Radweg zu entwickeln. Einigkeit bestand darin, die symbolischen Brückenbauwerke beider Regionen sowie die Bahnverbindungen inhaltlich in die Bewerbungen einfließen zu lassen. „Wenn wir unseren Weg zu einer Bewerbung weiter intensiv vorbereiten, dann werde ich den Zittauer Stadtrat auch um Zustimmung zu einer Partnerschaft mit der Doppelstadt bitten“, resümiert Oberbürgermeister Zenker. Vorerst würden jetzt jedoch gemeinsame Dokumente für die jeweilige Bewerbungsstrategie erstellt. Man wolle sich nicht voneinander abhängig machen, sondern die jeweilige besondere Lage als Grenzstädte nutzen und mit gemeinsamen Projekten in die Bewerbungen einfließen lassen.

Hintergrund: Slowenien und Deutschland sind die beiden europäischen Nationen, die im Jahr 2025 eine Europäische Kulturhauptstadt stellen werden. Zittau und Nova Gorica erarbeiten derzeit mögliche Bewerbungsstrategien.

#zittau2025

Ersteller: 
Kai Grebasch
Bereich: 
Pressestelle
27. Feb 2018

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