Sonderausstellungen

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Gemeinsam stark? Zittau und der Sechsstädtebund | Silni razem? Żytawa i Związek Sześciu Miast (22.7.2021-9.1.2022)
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Veranstaltungen

Ab dem 22.07. zeigen die Städtischen Museen Zittau im Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster eine neue Ausstellung über die Oberlausitzer Geschichte.

Am 21. August 1346 tauschten in Löbau die Vertreter der königlichen Oberlausitzer Städte Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban (Lubań), Löbau und Zittau gegenseitige Bündnisurkunden aus. Das war die Geburtsstunde des Oberlausitzer Sechsstädtebunds. Sein Ende fand der Zusammenschluss zum gegenseitigen Schutz erst 1815, als die nördlichen und östlichen Teile der Oberlausitz mit Görlitz und Lauban (Lubań) an Preußen gefallen waren.

Der Zusammenschluss der Städte erfolgte auf Geheiß des Oberlausitzer Landvogts, der den Landesherren, im konkreten Fall den böhmischen König und späteren Kaiser Karl IV. vertrat. Die besondere Situation in der Oberlausitz, wo es keinen Landesherren im Land gab, erforderte seitens der böhmischen Krone Maßnahmen zur Sicherung des Landfriedens. Den Städten oblag es, die Straßen zu schützen. Das war einerseits die von Osten nach Westen verlaufende Hohe Landstraße, auch Via Regia genannt, sowie die nach Süden über Zittau führenden Straßen nach Prag, die Gabler bzw. die Leipaer Straße. Besonders an der Gabler Straße zeigen die Burg Karlsfried, eine Straßensperre sowie zahlreiche Straßenreste die Bedeutung dieser Verkehrsverbindungen.

Die Städte durften „schädliche“ Höfe und Burgen brechen und ihren Wiederaufbau verhindern, was sie u.a. mit der Burg Körse bei Kirschau auch taten. Bestandteil des Sechsstädtebundes war ebenso das Oberlausitzer Femegericht. Das war mehr als die Summe der Gerichtsbarkeiten der einzelnen Städte. Das Gericht konnte auch Straftäter auf den Herrschaftsgebieten des Adels verfolgen und belangen.

Neben der Wirkung nach außen hatte der Bund auch eine wichtige Funktion nach innen. In den Städten, vor allem in Bautzen, Görlitz und Zittau, gab es immer wieder Versuche der Handwerker und Zünfte, an der Macht der herrschenden Geschlechter teilzuhaben. Alle Versuche des Aufbegehrens unterdrückte der Bund notfalls auch mit militärischer Gewalt. Er hinderte die Städte aber nicht daran, selbst harte Auseinandersetzungen gegeneinander zu führen, wie den sogenannten Bierkrieg zwischen Zittau und Görlitz.
Archäologische Funde vom Marktplatz in Zittau spiegeln die wirtschaftliche Macht der Stadt wider, ebenso wie die wohlgefüllten Rüstkammern. Hussitenkriege und Auseinandersetzungen mit dem Adel schwächten den Bund. Als er im Schmalkaldischen Krieg 1547 seine Waffenhilfe für den Kaiser verzögerte, nutzte der Landadel die Situation. Die Städte wurden des Hochverrats beschuldigt und verloren im sogenannten Pönfall ihren Landbesitz, die Gerichtsbarkeit, die freie Ratswahl und anderes mehr. Sie mussten außerdem eine hohe Strafsumme entrichten. Damit hatten nicht nur die Städte, sondern auch der Städtebund vorerst seine Bedeutung verloren. Zwar konnten die Städte die verlorenen Privilegien weitgehend zurückerwerben, der alte Zustand wurde aber nie wieder erreicht. Dennoch bestand der Sechsstädtebund bis 1815 weiter und ist auch heute als identitätsstiftendes Bündnis nicht vergessen. So bleibt er allgegenwärtig in den Namen von Straßen und Plätzen oder auch in den Wappen der Sechsstädte an Rathäusern. In der Zittauer Kulturhauptstadtbewerbung für 2025 sollte ausdrücklich daran angeknüpft werden.

Die Ausstellung und die dazugehörige Audioguide-App sind zweisprachig (Deutsch und Polnisch).

Die Ausstellung findet im Rahmen des Projekts »1000 Jahre Oberlausitz – Menschen, Burgen, Städte« statt.

Das Projekt »1000 Jahre Oberlausitz - Menschen, Burgen, Städte« wird von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen – Sachsen 2014-2020 finanziert.

Weitere Informationen unter www.1000lusatia.eu

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Postkarten - Ein Blick in die Vergangenheit (1.9.2021-30.1.2022)
Text: 

Frühe Beispiele aus der Oberlausitz und eine kleine Familiengeschichte im Museumsfoyer

Anhand zweier Privatsammlungen wird die Geschichte der Postkarte beleuchtet.
Gedacht als einfache und kostengünstige Alternative zum Brief, erobert die Postkarten noch vor 1900 dank Nutzung neuer mehrfarbiger Druckverfahren die Welt. Ab 1900 förderten Fotodruckverfahren die Beliebtheit und Verbreitung. Die Karten waren zu einem relativ kleinen Preis erhältlich und die Bilder ersparten das Schreiben längerer Städte- oder Landschaftsbeschreibungen.
Heute sind die historischen Ansichten aus der Oberlausitz wichtige Zeugen der Vergangenheit, zumal einige Bauwerke und Straßenzüge verändert wurden bzw. gänzlich verschwunden sind. Aber auch die persönlichen Erinnerungen auf der Rückseite zeichnen ein Bild der damaligen Verhältnisse und geben einen individuellen Blick auf die Politik, Wirtschaft und Kultur.

 

Titel: 
Ursache & Wirkung - Grafik in der DDR aus der Sammlung Nowoisky (2.10.2021-30.1.2022)
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Was hier erstmals in einem musealen Rahmen gezeigt wird, ist das Resultat einer fast 50-jährigen Sammelleidenschaft. Die in der DDR und auch in anderen Gesellschaften aus unterschiedlichen Gründen unterstützte Idee, dass Kunst allen zugänglich sein sollte, zeigt hier ihre Wirkung: ein Handwerker und eine Angestellte bereicherten ihr Leben mit Kunst und bereichern die geneigten Betrachter. 
Ursache und Auslöser der Sammlung war die Ausreise des in Köthen aufgewachsenen Georg Nowoisky in die BRD, wo er seine spätere Frau Lore kennenlernte. Anfang der 1970er Jahre begann das Paar, sich für Kunst zu interessieren. Auf einer ersten gemeinsamen Reise nach Köthen 1973 investierten sie den von der DDR-Staatsführung verordneten Mindestumtausch erstmals in Grafik aus der DDR (pro Person und Tag waren 20 Mark vorgeschrieben, ab 1974 13 Mark und ab 1980 25 Mark). In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich aus dieser Praxis eine rege Sammelleidenschaft, welche die Nowoiskys bei ihren jährlichen Besuchen in der DDR in Künstlerateliers, die Galerien des Staatlichen Kunsthandels der DDR, zu Grafikauktionen und in Privatgalerien führte.
Der Schwerpunkt von Sammlung und Ausstellung liegt auf den 1970er und 1980er Jahren. Die Themenvielfalt der ausgestellten Arbeiten reicht von Religion, Mythologie und Literatur bis hin zu Genredarstellungen mit Kneipen-, Zirkus- und Erotikszenen. Nicht-figürliche Werke werden ebenso gezeigt wie (engagiert-)realistische. 
Eine Einteilung nach Kunsthochschulen dient der Annäherung an die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der jeweiligen Künstler*innen und damit auch der Diversität der in der DDR geschaffenen Kunst. 
Der Entstehungszusammenhang der Arbeiten, in Abgrenzung oder Annäherung an Lehrer, an Orte, an Vorbilder, an den bis heute nicht endgültig definierten Begriff des »Sozialistischen Realismus«, der eher eine Haltung denn einen Stil beschreibt – all das lässt sich unter dem Blickwinkel von »Ursache und Wirkung« fassen. Eine Erscheinung (Ursache) bringt unter bestimmten Bedingungen eine andere Erscheinung (Wirkung) hervor, die wiederum selbst zu einer Ursache für weitere Wirkungen wird. 

Ausstellungsmacherin: Claudia Jansen 
Zur Sonderausstellung erscheint ein Katalog

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Titel: 
2021
Accordion Inhalt: 
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28. November 2020 bis 22. August 2021
Natur im Porträt. Rudolf Schramm–Zittau und die Tiermalerei
Folder | Plakat

22. Juli 2021 bis 9. Januar 2022
Gemeinsam stark? Zittau und der Sechsstädtebund
Folder | Plakat

12. Mai bis 22. August 2021
50 Jahre Städtepartnerschaft Pistoia

1. September bis 9. Januar 2022  
Postkarten. Ein Blick in die Vergangenheit
Frühe Beispiele aus der Oberlausitz und eine kleine Familiengeschichte im Museumsfoyer
Postkarte

2. Oktober bis 30. Januar 2022     
Ursache und Wirkung - Grafik in der DDR aus der Sammlung Nowoisky
Folder | Plakat

Änderungen vorbehalten

Titel: 
2020
Accordion Inhalt: 
Text: 

28.9.-12.1.2020
Der Oybin und die Malerei der Romantik in der Oberlausitz
Folder | Folder CZ | Plakat

13.11.2019-12.1.2020
Hundert Jahre letzte Straßenbahn
Postkarte

23.2.-21.6.
NEU: 23.2.-18.10.
entKOMMEN. Das Dreiländereck zwischen Vertreibung, Flucht und Ankunft
Projektfolder | Projektplakat
Folder D | Folder PL
Folder neu D

17.5.–1.11.
Der Maler Fritz Haselbach aus Reichenau/Bogatynia
Eine Kabinettausstellung des Zittauer Geschichts- und Museumsvereins e.V.
Postkarte

VERSCHOBEN AUF 2021
Grafik der DDR. Meisterwerke aus der Sammlung Nowoisky

26.9.
Eröffnung der Dauerausstellung zur Zittauer Rüstkammer

28.11.2020–20.6.2021
Natur im Porträt. Rudolf Schramm–Zittau und die Tiermalerei
Folder | Plakat

Änderungen vorbehalten

Titel: 
2019 - Archiv
Accordion Inhalt: 
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6.10.2018-2.3.2019
Tief verwurzelt. Der Zittauer Stadtwald
Folder | Plakat

1.2.-31.3.2019
Salvador Dalí. Grafische Traumwelten
Gemeinsam mit dem Kulturhistorischen Museum Görlitz
Folder | Plakat

Dalí wird Schmuck mit Baldauf Schmuckdesign Zittau.

Ein Blick in die Ausstellung gewähr(t)en Ihnen:

Oberlausitz TV auf Youtube
MDR Sachsen
MDR Radio Sachsen

České zpravodajství
liberecky.denik.cz/
www.idnes.cz

6.3.-10.6.2019
Baselitz im Dialog mit den Zittauer Fastentüchern
Postkarte VS | Postkarte Rückseite

Baselitz im RBB

13.4.-25.8.2019
Grenzraum knüpft Verbindungen. Künstler erkunden das Dreiländereck
Plakat
Ein tschechicher Blick auf das Pleinair, die Ausstellung und die Zittauer Kulturhauptstadtbewerbung:
http://www.tydenvlk.cz/zblizka/regionalni-um/zitava-zahajila-vystavou-utok-na-titul-evropske-hlavni-mesto-kultury-2025

19.5.-25.8.2019
Unvollendete Meisterschaft. Der Zittauer Maler Hans Kramer
Postkarte

14.6.-25.8.2019
Von Kolanüssen und Spanischen Fliegen. 500 Jahre Stadtapotheke Zittau
Folder | Plakat

28.9.-12.1.2020
Der Oybin und die Malerei der Romantik in der Oberlausitz
Folder | Folder CZ | Plakat
Exposé

Blick in die Ausstellung auf Youtube

Schülerprojekt "Romantik nach Noten" auf Youtube in Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule Dreiländereck

13.11.2019-12.1.2020
Hundert Jahre letzte Straßenbahn
Postkarte

Titel: 
2018 - Archiv
Accordion Inhalt: 
Text: 

6.10.2018-2.3.2019
Tief verwurzelt. Der Zittauer Stadtwald
Folder | Plakat

24.10.2018 - 20.1.2019
Max Langer (1897-1985) – ein Oberlausitzer Maler
Eine Kabinettausstellung des Zittauer Geschichts- und Museumsvereins e.V. in Zusammenarbeit mit den Städtischen Museen Zittau mit in Privatbesitz befindlichen Arbeiten vom im Rahmen der Ausstellungsreihe „Kunst im Foyer“ (dieses Mal im Kreuzgang des ehemaligen Franziskanerklosters)

Postkarte

26.5. - 2.9.2018
Siegfried Schreiber (1928-1988). Bildhauer – Maler – Sportler
Gemeinsam mit Familie Schreiber und dem Oberlausitzer Kunstverein e.V.
Folder | Plakat

26.5.-2.9.2018
Jorio Vivarelli - der Medailleur
Postkarte

17.2. - 22.4.2018
STADT. PARK. RING.
Bilder von Karl Wolfgang Weber und die Zittauer Parkanlagen

Folder | Plakat

 

„Kostbar ist mir jeder Tropfen Zeit“ Seelenbretter – ein Totengedenken anderer Art auf dem Zittauer Kreuzfriedhof (12.8.2017 - 15.4.2018)

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens ihres Kunstprojektes „Seelenbretter“ sowie der Präsentation des Zittauer Epitaphienschatzes im Rahmen der Ausstellung „GANZ ANDERS – Die Reformation in der Oberlausitz“ zeigen die Künstlerin Bali Tollak und der Fotograf Wolfgang Dennig, beide aus Schwabbruck (Oberbayern), vierzig farbig bemalte Kunstbretter auf dem historischen Kreuzfriedhof in Zittau.
Die Künstler entdeckten im Jahr 2002 im Bayrischen Wald Toten- und Gedenkbretter, die dort als Flurdenkmale von vergangenen Bestattungsriten und einer besinnlichen Totenehrung künden. Dagegen sind die fast zwei Meter hohen und knapp dreißig Zentimeter breiten Holzbretter der Künstlerin mit Zitaten oder Sprüchen berühmter Schriftsteller und Philosophen oder Bibeltexten beschriftet. Kulturübergreifend ist zudem die farbenfrohe Symbolik, chinesische Symbole für Mensch und Berg sind genauso zu finden wie nordafrikanische oder indianische Elemente.
Die Seelenbretter sind Wegbegleiter für den Betrachter, sollen ihn anregen zum Stillwerden und Sinnieren in unserer lauten und hektischen Zeit. Sie vergegenwärtigen Jetztzeit und Vergangenheit und künden von der Vergänglichkeit und Flüchtigkeit irdischen Seins.

Titel: 
2017 - Archiv
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Ohne Spielzeug wird keiner groß - Historische Spielsachen aus einer Zeit vor Pokémon GO (27.11.2016 - 26.02.2017)

Pünktlich zum 1. Advent 2016 öffnete das alte Franziskanerkloster seine Türen für die neue Sonderausstellung. Gezeigt wird eine Vielfalt an Spielsachen des letzten Jahrhunderts.
Weil Spielzeug Kinder und Nostalgiker gleichermaßen in seinen Bann ziehen kann, bieten die Exponate, in Verbindung mit dem museumspädagogischen Programm, für Groß und Klein eine Zeitreise in frühere Kinderwelten und gegenwärtige Abenteuer.

Seit Bestehen des Zittauer Stadtmuseums gelangte in seine Sammlung auch eine Anzahl Spielzeug. Eine der nachweisbar ältesten Erwerbungen ist das 1925 angekaufte Bilderbuch aus dem Jahr 1832. Das historische Spielzeug in der Sammlung des Museums ist zumeist der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts zuzuordnen. In den letzten Jahren kam eine ganze Reihe Spielzeug aus der Zeit der DDR hinzu. In seiner Struktur ist der Gesamtbereich sehr heterogen und gibt einen Einblick in die bunte Welt des Spielens über nahezu einhundert Jahre. In der Ausstellung liegt der Schwerpunkt auf dem historischen Spielzeug das, um Neuzugänge auch jüngerer Zeit ergänzt, zu einem entdeckungsreichen Besuch einlädt. Bei einem Streifzug durch die Fantasiewelten der vergangenen zwei Jahrhunderte werden Sie spannende Veränderungen aber auch bemerkenswerte Ähnlichkeiten zu Spielsachen von heute entdecken können.

 

ZUGEWINN. Neue Schätze in den Städtischen Museen Zittau (12.3. - 28.5.2017)

Welche und wie viele historische Zeitzeugnisse sind in den letzten fünf Jahren in die Sammlung der Städtischen Museen Zittau gelangt? Was sind das für Dinge? Warum sind sie angekauft oder als Schenkung angenommen worden?
Die Ausstellung gewährt einen Einblick in die breite Skala der neuen Museumsobjekte. Bei der Entscheidung, sie in die Sammlung einzureihen, waren die Museumsleute der Überzeugung, dass ihre Aussagekraft für Geschichte, Kunst oder Kultur von Bedeutung ist und dies auch in der Zukunft sein wird.
Diese Ausstellung schöpft aus dem sonst meist verborgenen, weil im Magazin aufbewahrten Bestand. Die Präsentation der neuen Schätze der Städtischen Museen bietet zugleich die Gelegenheit, die Aufgabenfelder, Arbeitsbereiche und Geheimnisse der Museumsarbeit zu erklären.
Von den gezeigten Neuzugängen werden im Anschluss nur wenige dauerhaft ausgestellt werden. Alle anderen kehren an ihren Platz im Magazin zurück. Sie werden in einer zukünftigen Ausstellung einen ganz bestimmten Sachverhalt erklären und auf diese Weise im Mittelpunkt stehen. Vielleicht geht das eine oder andere Objekt auch bald auf die Reise und ist Teil der Ausstellung in einem anderen Museum. Die Städtischen Museen Zittau sind mit ihrem interessanten Sammlungsbestand seit langer Zeit ein begehrter Leihgeber im In- und Ausland.
Oft werden unsere historischen Zeitzeugnisse, ob Dokument oder dreidimensionaler Gegenstand, zum wichtigen Beleg in verschiedensten Publikationen. Dann machen sie Geschichte bildhaft und nacherlebbar.

 

Reineke Fuchs & Co.
Eine Ausstellung des Zittauer Geschichts- und Museumsvereins e.V. in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien

in der Sparkasse in Weißwasser (Bahnhofstraße 12) bis zum 26. Juni 2017
in der Sparkasse Niesky (Görlitzer Straße 2) vom 30. Juni bis 23. August 2017 (Einführung in die Ausstellung am 13.  Juli 2017 um 16:00 Uhr)

Johann Wolfgang Goethe nahm sich im ausgehenden 18. Jahrhundert des seit dem Mittelalter überlieferten Stoffes vom Reineke Fuchs an. Dieser liegt seit 1498 in einer niederdeutschen Lübecker Ausgabe auch in gedruckter Form vor. Nachdem er den aus zwölf Gesängen bestehendes Epos „Reineke Fuchs“ geschaffen hatte, stellte sich von daher bis in die Gegenwart eine  ganze Reihe von bildenden Künstlern dem Thema und ließen es in der Malerei und Grafik, im Aquarell und in der Zeichnung, der Plastik und der Buchillustration zu Bildern werden.
In diese Künstlerreihe fügte sich nach dem Zweiten Weltkrieg während der Zeit seiner Kriegsgefangenschaft im lettischen Mitau der Zittauer Künstler Oswald Jarisch (1902-1979), indem er dort eine mehr als hundert Blätter umfassende Federzeichnungsfolge zu den Goetheschen Versen schuf. Seine Fähigkeiten in der Tier- und Märchenmalerei, die er sich schon in seiner künstlerischen Laufbahn vor dem Krieg angeeignet hatte, waren hier besonders hilfreich. Eine glückliche Fügung erlaubte es, dass die Blätter nach dem Ende der Kriegsgefangenschaft mit in die Heimat gelangten. Hier schlummerten sie in Mappen und waren nur sporadisch und exemplarisch für die Öffentlichkeit zugänglich, etwa im Goethejahr 1949 im Zittauer Theater oder zur 100. Wiederkehr von Jarischs Geburtstag im Jahre 2002 in der Zittauer Sparkassengalerie. Ende vergangenen Jahres konnten die ausdrucksstarken Zeichnungen nun für immer ans Licht der Öffentlichkeit geholt werden, indem in einer bibliophilen Buchausgabe des „Reineke Fuchs“ der Text von Goethe und die Zeichnungen von Jarisch harmonisch verknüpft wurden.

Mit den in der Ausstellung gezeigten Bildwerken soll neben Oswald Jarisch nicht nur an alle die bildenden Künstler erinnert werden, die den Stoff des Reineke Fuchs in Bilder umgesetzt haben, sondern auch an alle diejenigen, die darüber hinaus mit ihren Tier- und Märchendarstellungen unser Verständnis der Tierwelt, auch das unserer heimischen Fauna, gefördert, die mit ihren teilweise auch vermenschlichten Tiergestalten den Bogen, die Brücke zu uns selbst geschlagen haben. 

 

Ganz anders. Die Reformation in der Oberlausitz (30.7.17 - 7.1.2018)

Die große Ausstellung bildet den Schluss- und Höhepunkt der Lutherdekade in der Oberlausitz. Im Mittelpunkt stehen die über 50 Epitaphien der Renaissance und des Barock aus Zittauer Kirchen, die in der nun restaurierten Zittauer Franziskanerklosterkirche gezeigt werden - neben den weltberühmten Fastentüchern ein weiterer Höhepunkt für Zittau und die Region. Die Geschichte der Reformation in der Oberlausitz ist ebenso spannend wie ungewöhnlich: So konnten neben den evangelischen Städten katholische Klöster wie Marienthal weiter existieren.

Titel: 
2016 - Archiv
Accordion Inhalt: 
Text: 

Grenzenloser Spätbarock. Philipp Leubner und die Kunst an der Lausitzer Neiße 1750 - 1800 (19.3 - 5.6.2016)

Das Grenzgebiet an der Lausitzer Neiße erlebte am Übergang vom Barock zum Klassizismus eine Blütezeit, in der viel gebaut wurde und künstlerisch bedeutsame Werke entstanden. Von Reichenberg aus war der Maler Philipp Leubner (1733–1803) auch in der Oberlausitz tätig, insbesondere für das Kloster St. Marienthal. Sein Werk kann nun erstmals erlebt werden – zusammen mit Malerei und Skulptur wichtiger Zeitgenossen wie Ignaz Platzer, Johann Eleazar Zeissig genannt Schenau und Franz Gareis.

 

Königreich Paradies - Christian Gottlieb Priber und die Sozialutopien der Gegenwart  (2.7. - 31.10.2016)

Der Zittauer Anwalt Christian Gottlieb Priber entfloh 1735 dem bürgerlichen Leben in der Oberlausitz nach Nordamerika. Dort schloss er sich den Cherokee-Indianern an und versuchte sein Konzept eines idealen Gemeinwesens umzusetzen. In einer Gemeinschaft ohne Eigentum, Rasse, Klasse und Geschlecht wollte ein Paradies auf Erden erreichen. Die Ausstellung präsentiert eine zeitgenössische Sicht auf die Geschichte und aktuelle Idealvorstellungen menschlichen Zusammenlebens in Kunstwerken aller Gattungen.
Das Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau nehmen sich dieser Thematik ebenfalls an und zeigen ein besonderes Stück während des Sommertheaters in dem Klosterhof des Kulturhistorischen Museums Franziskanerkloster.

 

Carl Gottlob Moráwek - Gärtner. Heimatforscher. Volksbildner (15.8. - 31.10.2016)

Carl Gottlob Moráwek (15.8.1816 - 1.1.1896) war einer der bedeutensten Zittauer Heimatforscher. Sein Werk „Zittavia" ist noch heute eines der wichtigsten Bücher zur Geschichte Zittaus. In der Ausstellung wird das Leben und Wirken des Mannes, dessen Familie väterlicherseits aus Böhmen stammte

 

Jorio Vivarelli - die amerikanische Periode (30.8. - 27.11.2016)

Der Bildhauer Jorio Vivarelli (1922 - 2008) aus Pistoia ist einer der bedeutenden Künstler des 20. Jahrhunderts in der Toskana. Seine Werke zeichnen sich durch eine einzigartige Dynamik und Eleganz aus. Vivarelli wirkte international, besonders auch in Amerika, wie seine Werke in Columbia und Philadelphia verdeutlichen.
Die Städtischen Museen zeigen anlässlich der seit 45 Jahren bestehenden Partnerschaft Zittau-Pistoia eine Ausstellung mit Werken Vivarellis aus dem Besitz der Stiftung Jorio Vivarelli (Pistoia).

Titel: 
VIA SACRA - Reisen ohne Grenzen – durch Jahrhunderte – zur Besinnung
Accordion Inhalt: 
Maßstabsgetreue Kopie des Großen Zittauer Fastentuchs in der Marienkirche Frankfurt (Oder)
Maßstabsgetreue Kopie des Großen Zittauer Fastentuchs in der Marienkirche Frankfurt (Oder)
Text: 

VIA SACRA – das ist ein besonderes touristisches Angebot im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien. Dort fließen die alten Länder Oberlausitz, Schlesien und Böhmen ineinander über.

Die Gemeinsamkeiten ihrer Kulturgeschichte waren lange vergessen. Heute werden sie neu entdeckt. Wegweiser dieser touristischen Route sind herausragende sakrale Sehenswürdigkeiten und bedeutende Zeugnisse der Frömmigkeitsgeschichte von europäischem Rang. Sie prägen maßgeblich diesen alten Kulturraum in der Mitte Europas.

Die „VIA SACRA“ vermittelt Begegnungen mit alter Kunst und Architektur, spannender Geschichte, aber auch mit dem eigenen Ich an Stätten der Besinnlichkeit und inneren Einkehr.

Eine Wanderausstellung zu den Stationen der VIA SACRA und einer detaillierten Erläuterung der Zittauer Station (mit den Fastentüchern) reist um die Welt. Diese Ausstellung hat eine Kopie des Kleinen Zittauer Fastentuchs im Gepäck und trägt die Idee dieses sakralen Weges auch außerhalb des Dreiländerecks vor.

Die Zittauer Fastentücher und ihr Umfeld
Während der Fastenzeit, der vierzigtägigen Vorbereitungszeit auf das Osterfest, wurde im Mittelalter nach jüdischem Vorbild das Allerheiligste, der Altarbereich, durch einen Vorhang verhängt. Diese Fasten- oder Hungertücher führten die Gläubigen in ihrem eindringlichen Bildprogramm vor allem zur Betrachtung der Leiden Christi hin.

Ausstellungsorte

2021

16.02. – 02.04.2021
Wiesbaden: St. Bonifatiuskirche (Kopie des Großes Fastentuches)
Frankfurt/Main: Katharinenkirche (Kopie des Kleinen Fastentuches)

2020

07.10.-10.11.
Lingen: St. Bonifatiuskirche & Ludwig Windhorsthaus
27.08.-04.10.
Salzwedel: St. Katharinenkirche
26.02.-19.04.
Osnabrück: Dom & St. Marienkirche

2019

15.10.-27.11.
Kamenz: Rathaus
06.06.-30.09.
Prag: Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen
29.03.2019-12.05.
Reutlingen: Volkshochschule

2018

28.6.-13.8.
Frankfurt/Oder: Marienkirche
http://www.kultur-ffo.de/marienkirche_fuer_besucher.php
17.2.-2.4.
St. Ottilien (Oberbayern): Klostergalerie
Eine Veranstaltung der Klostergalerie Sankt Ottilien, www.galeriesanktottilien.de – 86941 Sankt Ottilien

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