Parkanlage "Grüner Ring" der Stadt Zittau

Der "Grüne Ring" in Zittau lädt zu einem entspannten Rundgang ein. ​Auf 2,5 Kilometern erwarten Sie prächtige Baumreihen, bunte Blumenbeete, historische Denkmäler und liebevoll gestaltete Spielplätze. Entdecken Sie Natur, Geschichte und Kunst und lassen Sie sich von der Schönheit der Parkanlage verzaubern! ​

Die Zittauer lieben ihren Ring, heute genauso sehr wie damals. Sichtbar wird das an vielen Stellen. Das wohl bislang schönste Beispiel dieser Liebe liegt nur wenige Zeit zurück. Es war im Jahr 2016, als sich einige Enthusiasten vom Verein "Tradition und Zukunft Zittau e.V." Gedanken darüber machten, wie man die Stadt wieder mit mehr Leben erfüllen könnte und sie entwickelten die kühne Idee im Park ein unvergessliches Fest zu feiern. Sie nannten es „Ring on Feier“ und schufen damit ein wunderbares Lichterlebnis. Mit gezielten Illuminationen, passenden Musikdarbietungen und kulinarischen Verführungen weckte dieses Fest die Begeisterung der Menschen im Handumdrehen.

Es gibt aber auch stillere Aktionen die wie ein Puzzleteil das Bild der Parkanlage vervollständigen. Eines dieser beispielhaften Ereignisse stammt aus dem Jahr 2008, als sich ein Zittauer Stadtrat mit seinen Helfern auf die Suche nach dem „Adler“ machte, jenem verschollenen Vogel, der 2010 auf seinen angestammten Platz vor der ehemaligen Baugewerkeschule zurückkehrte. Doch nicht nur die Zittauer selbst, sondern auch die Besucher und Freunde unserer Stadt zeigen sichtbares Interesse am Park und bereichern diesen, wie beispielsweise der Freundeskreis Zittau aus der Partnerstadt Villingen-Schwenningen, der im Jahr 2014 die Aufstellung einer steinernen Stele mit fühlbaren Relief des Hefftergiebels möglich machte. 

Ein sehr beeindruckendes Beispiel der Liebe und Verbundenheit erlebte die Stadt im Jahr 2016 in Form eines Spendenaufrufs zur Beschaffung der notwendigen Gelder für die dringende Sanierung von Glockenspiel und Uhrwerk der Blumenuhr. Die beiden Organisatoren, der Ratsuhrmachermeister und der Johannistürmer, schafften es innerhalb von anderthalb Jahren Spendengelder in Höhe von ca. 42.500 € einzuwerben, sodass das Wahrzeichen der Stadt 2017 umfassend modernisiert und saniert werden konnte. 

Es gibt noch einige ähnliche Aktionen, die ebenfalls an dieser Stelle genannt werden könnten, das würde aber den Rahmen dieses Vorwortes sprengen. Eines haben jedoch alle Aktionen gemeinsam, wir verdanken Sie selbstlosen Menschen, die die Stadt und insbesondere den "Grünen Ring" lieben und dies nach außen hin sichtbar zeigen. Wir schulden Ihnen dafür Respekt, Anerkennung und ein herzliches Dankeschön was wir hiermit tun möchten. Lassen Sie sich jetzt zu einem Spaziergang um den Ring einladen und entdecken Sie die Schönheit der Parkanlage. Es empfiehlt sich der Einstieg an der Klosterstraße mit Rundgang entgegen des Uhrzeigersinnes. Wählt man den direkten Weg ohne Abstecher kann die ca. 7,5 ha große Parkanlage auf einer Strecke von ca. 2,5 km in zirka einer Stunde durchlaufen werden.

Der Rundgang beginnt mit einem Blick auf prächtige alte Rhododendronsträucher, welche linkerhand den Weg entlang des Christian-Weise-Gymnasiums säumen. Die rechte Wegeseite wird von baumbestandenen Rasenflächen begleitet. Hier finden sich unter anderem Trompetenbäume, ein Götterbaum, verschiedene Ahornarten sowie eine wundervolle Kornelkirsche und mehrere prächtige alte Eiben. Geprägt wird dieser Abschnitt auch stark durch eine doppelte Baumreihe entlang des Theaterrings - auf der inneren Seite stehen alte Linden und auf der äußeren Seite wachsen junge Eschen heran. Neben dem ersten Gebäude, der ehemaligen Pestalozzischule, steht mit Blick auf den Hefftergiebel eine Sandsteinstele mit dem Hefftergiebelrelief, dessen erhabenes Bild mit den Fingern nachgezogen und so ertastet werden kann. Vor dem zweiten Gebäude, dem Johanneum kann man unter einem Glaspavillon die fossilen Reste eines gewaltigen Mammutbaumstubbens bestaunen. Unweit davon kommt ein von sieben kleinen Kugel-Eschen eingerahmter, hoher Obelisk ins Blickfeld, die Konstitutionssäule - ein Erinnerungsdenkmal an die Erste Sächsische Verfassung von 1831.

Quelle: Stadtverwaltung Zittau

Nach der Überquerung des Haberkornplatzes zieht das Haberkorn-Denkmal alle Aufmerksamkeit auf sich. Im Schatten einer großen Rotbuche steht die marmorne Halbfigur des Zittauer Bürgermeisters Dr. Ludwig Haberkorn auf einem hohen wappengeschmückten Sockel. Unter dem Wappen ist ein Wasserspender eingelassen, wo man sich die Hände waschen kann. Vorbei am Postgebäude geht es den von Linden gesäumten Töpferberg hinunter in Richtung Stadtbad. Oberhalb der Milchstraße kommt man an einem seltsamen Bett, einer Station des Zittauer Sagenpfades „Der Teufelsbeschwörer Pursche in Zittau“ vorbei. Beim Weitergehen fällt der Blick auf das sanierte Stadtbad, welches eines der ältesten Hallenbäder Deutschlands ist. Die davor befindlichen Anlagen wurden im Jahr 2009 neu gestaltet. Dabei erhielt die Brunnensäule ihren heutigen Standort am neu geschaffenen Sitzplatz. Auf den ersten Blick erscheint der Brunnen gar nicht als solcher, erst beim Herantreten bemerkt man den Wasserspender, der am Sockel angebracht ist. Gespeist wird der Brunnen seit 2009 wieder mit natürlichem Quellwasser, welches im freien Gefälle aus einer Quelle oberhalb der Milchstraße dem Brunnen zufließt. Zahlreiche Staudenbeete, u.a. bepflanzt mit Kissen-Aster, Schönaster, Salbei, Steinquendel, Taglilien sowie Storchschnabel und bunte Blütensträucher, wie beispielsweise Felsenbirne, Pfeifenstrauch, Flieder, Scheinkerrie oder Schneeball, schmücken diesen Parkabschnitt. Hinter der Lindenstraße, einer zweireihigen Allee, bepflanzt mit den namensgebenden Lindenbäumen, liegt auf der rechten Seite die kleine Weberkirche mit romantischen Friedhof, der jedoch nur zu besonderen Anlässen besucht werden kann. An der Ostseite der Kirche an der Inneren Weberstraße stehen zwei gemauerte Ziegelsäulen, die eine weitere Station des Zittauer Sagenpfades „Die unglückliche Wette in Zittau“ darstellen. Auf der gegenüberliegenden linken Wegeseite lädt ein großer und beliebter Kinderspielplatz „An der Weberkirche“ zum Herumtoben ein. Eingerahmt von zahlreichen älteren und jüngeren Ahornbäumen verschiedener Arten und vielen Blütensträuchern ist der Spielplatz gut von den angrenzenden Verkehrsflächen abgeschirmt. 

Quelle: Stadtverwaltung Zittau

Nachdem die Lindenallee der Inneren Weberstraße überquert ist, wird das Gebäude des Alten- und Pflegeheimes St. Jakob sichtbar. Den großen Vorplatz dominiert ein wunderschön bepflanztes Blumenrondell, in dessen Mitte ein Springbrunnen mit 3-stufiger Fontäne sprudelt und welche bei Dunkelheit auch beleuchtet ist. Neben dem Heim gibt es einige markante Bäume, von denen eine stattliche Eiche, die sogenannte Friedenseiche, besonders erwähnenswert ist. Der ca. 150 Jahre alte Baum wurde anlässlich des Friedensschlusses im Deutsch-Französischen Krieg von 1871 gepflanzt. Im Schatten dieser Eiche finden sich zwei Gedenksteine, ein kleiner runder mit Angaben zur Baumpflanzung und ein größerer rechteckiger zur Erinnerung an die 1466 im Ersten Weltkrieg Gefallenen des Infanterie-Regiments Nr. 392. Hinter dem Alten- und Pflegeheim verbreitet sich kurzzeitig der "Grüne Ring" beachtlich. Hier ist nun Platz für einige größere und einzeln stehende Bäume. Auf einer weiten und lichten Rasenfläche stehen prächtige Ulmen, Kastanien, Eschen, Eichen, aber auch seltenere Baumarten, wie Urweltmammutbaum, Götterbaum und Baumhasel sind hier zu finden. Zusätzlich im Frühling verwandelt sich hier die Wiese in ein Blütenmeer aus vielen gelben Narzissen. Es folgt ein kurzer schmaler von Linden gesäumter Abschnitt entlang des Heinrich-Heine-Platzes. Die Baumreihen werden auf der Außenseite von einer geschnittenen Ligusterhecke und auf der Innenseite von bunt gemischten Blütensträuchern wie Deutzien, Forsythien, Kolkwitzien, Weigelien und Goldregen begleitet. Der Höhepunkt in diesem Parkabschnitt ist zweifellos der Springbrunnen mit einer hübschen und in den Abendstunden auch beleuchteten Fontäne und eine den Brunnenring umschließende farbenprächtige Sommerblumenrabatte.

Quelle: Stadtverwaltung Zittau

Die folgende Partie erstreckt sich entlang der Theodor-Körner-Allee. Dieser Abschnitt wird ebenfalls von einer inneren und einer äußeren Baumreihe begrenzt. Auf der Außenseite setzt sich die am Heinrich-Heine-Platz begonnene Lindenreihe fort und auf der Innenseite säumen Spitz- und Bergahornbäume die Parkanlage. Beim Weitergehen entdeckt man auf der linken Seite eine sehr lustig aussehende Station des Zittauer Sagenpfades „Der wilde Jäger“. Als Nächstes fallen acht kegelförmig geschnittene Buchen ins Auge, die ähnlich einem Spalier den Parkweg beidseits säumen. Dann ist der große Rosenteppich erreicht, wo zahlreiche Bänke zum Verweilen einladen. Auf dem von verschiedenen Ziersträuchern gesäumten Weg wird der Rundgang fortgesetzt, wobei besonders zur Blütezeit im Frühling sehr schöne Flieder, Pfeifensträucher, Deutzien und Heckenkirschen bestaunt werden können. Aber auch in den Wintermonaten gibt es reizvolle Gehölze, wie beispielsweise den Immergrünen Großblattschneeball, anzuschauen. Vor Überquerung der Böhmischen Straße findet sich rechter Hand ein auffälliges und ungewöhnliches Sitzelement, die nächste Station des Zittauer Sagenpfades „Die Wasserfrau und der Fleischerbursche zu Zittau“. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite betritt man den Terrassengarten unterhalb der Schauburg. Das Gebäude wurde früher als Filmtheater und Gaststätte genutzt. Gegenwärtig wird das Haus saniert und gelegentlich finden darin einige Veranstaltungen statt. Über eine kleine Treppe, die beidseits von zwei Säuleneichen flankiert wird, gelangt man auf die untere Terrasse, in deren Mitte sich ein einfacher Springbrunnen mit schöner Fontäne befindet. Wenige Stufen führen weiter hinauf zu der oberen Terrasse mit dem kleinen Kinderspielplatz „Schauburg“. Wer nicht so gut zu Fuß ist, nimmt den stufenfreien und von einer Reihe gestutzter Linden begleitenden Gehweg an der Reitbahnstraße. Von hier aus ist der Blick auf den Terrassengarten und darüber hinaus ebenso möglich. 

Quelle: Stadtverwaltung Zittau

Weiter führt der Rundgang über einen großen Platz, wo der Grüne Ring vom Ottokarplatz unterbrochen wird. Eine schmale baumbestandene und mit einer niedrigen Spierstrauch-Hecke eingefassten Wiesenfläche setzt sich die Parkanlage entlang des Karl-Liebknecht-Ringes fort. Rechter Hand wird der Weg von einer Linden-Reihe gesäumt. Nach einigen Metern taucht auf der linken Seite, versteckt hinter einer prächtigen großen Ulme, ein spitzes Türmchen mit Wetterfahne, die "Kleine Bastei" auf. Der runde Wehrturm ist ein Teil der ehemaligen Stadtmauer und stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert. Dahinter schwenkt der Weg wieder in den Park - hier gerät ein noch junges Exemplar eines Berg-Ahorn mit weiß-bunter Belaubung ins Blickfeld. Nur ein paar Schritte dahinter ist der Kinderspielplatz „Parktreff“ erreicht - ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche. Dann wird die Anlage wieder breiter und wandelt sich zu einem lichten Baumhain. Eschen, Linden, Ahornarten und einige jüngere Platanen sowie eine noch junge schlitzblättrige Buche füllen scheinbar zufällig die große Rasenfläche. Besonders erwähnenswert ist eine Eiche an der Ludwigstraße. Der Baum, die sogenannte Siegereiche, wurde zu Ehren des in Zittau geborenen Olympiasiegers im Modernen Fünfkampf 1936, Gotthardt Handrick, gepflanzt. 

Quelle: Stadtverwaltung Zittau

Nach Überquerung der Ludwigstraße steht man vor einem Brunnenbecken mit kleiner Schale, aus der ein zarter Wasserstrahl aufsteigt und dorthin niederfällt. Flankiert wird der Brunnenplatz von zwei markanten hohen Bäumen, einer Esche und einer Platane, wobei jedoch die Platane jedes Jahr die Besorgnis der Zittauer erregt, nämlich dann, wenn sie sich „häutet“ und große „Rindenbretter“ zu Boden fallen. An diesem schattigen Sitzplatz findet sich die Büste des Heimatforschers Carl Gottlob Moráwek. Der Hauptweg führt geradeaus weiter zu einem bunten Blumenrondell. Umgeben von einem Rundweg mit zahlreichen Bänken, wird der Sitzplatz im äußeren Ring von einer Rabatte aus roten Beetrosen eingerahmt. Links vom Rondell steht, im Schatten großer Bäume, eine zweiflügelige Steinbank, deren Mittelsockel einst die Figur König Alberts trug. Schräg gegenüber auf der rechten Seite steht ein noch relativ junges Exemplar eines Tulpenbaumes, der an die im Jahr 2001 verliehene Silbermedaille im Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ erinnert. Ein besonderer Schmuck sind die gelborangen Tulpenblüten, die von Ende Mai bis Anfang Juni zahlreich erscheinen. Geht man auf dem Hauptweg weiter, zieht die Fleischerbastei mit der Blumenuhr den Besucher magisch an. Die Fleischerbastei war einst Bestandteil der Befestigungsanlage der Stadt - heute beherbergt sie das Restaurant „Kultuhr“. Die Blumenuhr an der Südseite des Gebäudes ist das Wahrzeichen der Stadt. Sie entstand vor mehr als 100 Jahren unter Leitung des Parkinspektors Grabowski und des Ratsuhrmachers Rödel. Das Zifferblatt wird dreimal jährlich, der Jahreszeit entsprechend, bepflanzt. Das Uhrwerk und das Meißner Porzellanglockenspiel wurden 2017 umfassend modernisiert und seitdem erklingt wieder zu jeder Viertelstunde eine kleine Melodie. Am Parkweg hinter der Fleischerbastei steht auf der rechten Seite ein Baumstamm mit Gesicht, welcher die Station des Zittauer Sagenpfades „Das Holzweibchen in der Zittauer Gegend“ darstellt. Schräg gegenüber kann man auf der linken Wegeseite die Büste des bedeutenden Zittauer Pädagogen und Dichters Christian Weise anschauen. Nur ein paar Schritte weiter nimmt eine mächtige Platane mit ihrer Krone fast die gesamte Parkbreite ein. Hierbei handelt es sich um den wohl bekanntesten Baum von ganz Zittau, obwohl er bei weitem nicht der Älteste ist. Doch aufgrund seines beträchtlichen Stammumfanges von mehr als 630 cm wird er oft älter geschätzt. Tatsächlich hat er ein Alter von ca. 170 Jahren und ist damit einer der wenigen Bäume, die noch aus der Gründerzeit der Parkanlage stammen. Eine weitere botanische Besonderheit ist die Krokuswiese, die jedes Jahr im März mit einem lila-weißen Blütenmeer zum beliebtesten Fotomotiv der ganzen Stadt wird. Linker Hand schaut, von den meisten Spaziergängern unbemerkt, die Büste von Heinrich Marschner, einem berühmten Zittauer Komponisten, aus hohen Rhododendronsträuchern auf den Weg herab. Vorbei an zahlreichen verschiedenen Rhododendren und Azaleenbüschen, die im Mai mit einem prächtigen Farbschauspiel erblühen, geht es weiter zum Schleifermännchenbrunnen. Dieser Brunnen ist etwas ganz Besonderes und ein regelrechter Anziehungspunkt für Jedermann. Das kleine bewegte Männlein in der Mitte des Beckens zieht dabei die Blicke seiner Betrachter magisch an. Aus einer kleinen Düse steigen mehrere feine Wasserstrahlen etwa einen Meter in die Höhe und fallen anschließend auf den fleißigen Scherenschleifer nieder. Aber auch das große rote Rad lässt das Wasser um das bunte Männlein herum kräftig aufspritzen. Die Wiese neben dem Brunnen schmückte jahrelang eine riesige Trauerweide, die jedoch einem Sturm im Juni 2010 nicht mehr standhielt und brach. Noch im Herbst desselben Jahres wurde ein artgleicher Jungbaum nachgepflanzt, der inzwischen ebenfalls eine schöne Krone aufweist und den früheren romantischen Anblick bereits erahnen lässt.

Quelle: Stadtverwaltung Zittau

Hinter der Frauenstraße wird der Rundgang auf dem Professor-Kiesow-Weg fortgesetzt. Rechter Hand befindet sich die Kirche zum Heiligen Kreuz mit dem gleichnamigen Friedhof. Seit 1999 kann man dort einen wertvollen Schatz, das „Große Zittauer Fastentuch“ von 1472, bewundern. Einen Besuch der Ausstellung und einen Spaziergang über den romantischen Friedhof mit seinen prächtigen barocken Grabdenkmälern und Grüften sowie vielen efeubewachsenen Bäumen, sollte man nicht versäumen. Gleich hinter dem Kassenhaus stößt man auf eine sehr merkwürdige Kutsche, einer der schönsten Stationen des Zittauer Sagenpfades „Der tolle Junker“. Der von hohen Bäumen gesäumte Weg führt weiter zu einem kleinen Kinderspielplatz „Bauschule“. Schließlich erreicht man das Gebäude der ehemaligen Baugewerkeschule, dessen Eingangsportal durch zwei kleine baumartig gezogene Felsenbirnen geschmückt wird. Im Frühjahr erscheinen an den kleinen Bäumchen zahlreiche weiße Blüten und im Herbst färben sich die Blätter leuchtend rot. Die Freifläche vor dem Gebäude wurde im Jahr 2010 neu angelegt. Die Mitte wird von einer rechteckigen Rasenfläche gebildet, die an beiden langen Seiten von Staudenbändern aus Gebüsch-Aster und Storchschnabel gesäumt werden. An der östlichen Stirnseite steht das Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des 3. Königlich-Sächsischen Infanterie-Regiments Nr. 102 der Zittauer Ludwigskaserne. Oben auf dem Denkmal sitzt seit 2010 wieder der steinerne Adler, der lange Zeit verschollen war. Links neben dem Denkmal wurde in Anlehnung an das historische Erscheinungsbild eine Robinie gepflanzt. Eingerahmt wird die Anlage von zahlreichen Rhododendren und flankiert von einer Reihe alter Linden am Theaterring. An der Klosterstraße angelangt, endet der Rundgang, hier bilden zwei inzwischen selten gewordene Säulen-Pappeln den westlichen Raumabschluss.

Quelle: Stadtverwaltung Zittau

Lage: Stadtzentrum ​

Größe: ca. ​7,5 ha, Rundweg ca. 2,5 km

Entstehung: Beginn des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts, geprägt durch Joachim Friedrich Zischling (1827-1853) ​

Baumbestand: ca. ​600 Einzelbäume, 2 Naturdenkmale ​

Brunnen und Wasserspender: 5 Brunnen und 2 Wasserspender ​

Denkmale und Gedenksteine: 11 Stück, darunter Fleischerbastei mit Blumenuhr und Glockenspiel ​

Spielplätze: 4 öffentliche Kinderspielplätze ​

Öffentliche WC: 3 öffentliche Toiletten ​

Unterhaltung und Freizeit: 
​Stadtbad, Kreuzkirche mit der Ausstellung „Das Große Zittauer Fastentuch“ ​
Stadtmuseum im Franziskanerkloster ​
Zittauer Sagenpfad: https://zittau.de/sagenpfad
Kultur- und Denkmalpfad: https://zittau.de/kultur-und-denkmalpfad

Tourismuszentrum Naturpark Zittauer Gebirge GmbH

Markt 9 
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