Kommunale Wärmeplanung: Eignungsprüfung abgeschlossen
Was ist die Eignungsprüfung?
Die Eignungsprüfung ist eine Vorprüfung ganz zu Beginn der Wärmeplanung. Anhand bereits vorhandener Daten wird das gesamte Stadtgebiet grob daraufhin bewertet, ob sich einzelne Bereiche schon jetzt sicher nicht für ein Wärmenetz oder ein Wasserstoffnetz eignen. Nur solche eindeutig ungeeigneten Bereiche werden aussortiert, damit sich die spätere, genaue Planung auf die übrigen Gebiete konzentrieren kann. Eine Entscheidung darüber, wie ein Gebiet künftig tatsächlich versorgt wird, trifft die Eignungsprüfung ausdrücklich noch nicht.
Die Ergebnisse im Überblick
- Wärmenetz: Kein Bereich wird ausgeschlossen. Im gesamten Stadtgebiet bleiben sowohl der Ausbau des bestehenden Fernwärmenetzes als auch neue Wärmenetze möglich und werden weiter geprüft.
- Wasserstoffnetz in Gebieten mit bestehendem Gasnetz: Ob Wasserstoff künftig überhaupt zur Gebäudeheizung zur Verfügung steht, ist bundesweit noch nicht geklärt. Die Eignungsprüfung hält diese Option offen, um sie weiter zu untersuchen. Eine Zusage ist damit nicht verbunden.
- Wasserstoffnetz in Gebieten ohne Gasanschluss: Sehr unwahrscheinlich; für Gebäude ohne Gasanschluss spielt eine Wasserstoffversorgung keine Rolle.
Was bedeutet das für Sie?
- Es ist noch nichts entschieden. Wo tatsächlich ein Wärmenetz gebaut oder erweitert wird, steht noch nicht fest.
- Die Prüfung schließt nur aus, was sicher nicht passt. Dass Ihr Gebiet „weiter geprüft" wird, heißt weder, dass ein Wärmenetz kommt, noch dass Sie eines nutzen müssen.
- Welche Versorgung für Ihr Gebiet in Frage kommt, zeigt sich erst mit dem fertigen Wärmeplan. Er teilt das Stadtgebiet in voraussichtliche Versorgungsgebiete ein – etwa Anschluss an ein Wärmenetz oder dezentrale Versorgung mit einer eigenen Heizung, bleibt dabei aber eine Orientierung. Die Entscheidung für das einzelne Gebäude treffen weiterhin die Eigentümerinnen und Eigentümer.
Wie geht es weiter?
Nach der Eignungsprüfung folgen die weiteren Schritte der Wärmeplanung: Zunächst wird die heutige Wärmeversorgung erfasst (Bestandsanalyse), anschließend werden die vor Ort verfügbaren Wärmequellen ermittelt (Potenzialanalyse). Daraus entsteht ein Zielbild für eine klimaneutrale Versorgung, dass das Stadtgebiet in voraussichtliche Versorgungsgebiete einteilt.
Die Ergebnisse der Eignungsprüfung sind unter https://www.waermeplan-zittau.de/ veröffentlicht.